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Plumpe Passanten, rempeln wir uns an mit Ellenbogen,

mit Füßen, mit Hosen, mit Koffern,

steigen aus Zügen, Jets, Schiffen, steigen

mit zerknitterten Anzügen aus, mit Hüten kläglich.

Sind schuldig, Sünder, kommen

aus stockenden Hotels oder industriellem Frieden,

im letzten Hemd vielleicht,

der Schlips verloren,

und sind doch, wie wir sind, verdreht und feierlich,

Mistkerle mit Ansehen in den besten Kreisen,

auch schlichte Schweiger, Selbstmademänner,

uns gleich, die gleichen gegenüber der Zeit,

der Einsamkeit, sind arme Menschen,

die sich das Nötigste besorgt haben zum Leben und zum Tod

durch ihre Arbeit, redlich, bürotragisch,

die sich gesetzt, gedrängt haben auf U-Bahnhöfen,

auf Schiffen, in Gruben, Schulen, in Kerkern,

an Universitäten, in Brauereien

(unterm Rock die stets gleiche Haut, die dürstet),

(das Haar, das gleiche Haar, nach Farben verteilt).

Pablo Neruda, aus „Die abgeschnittene Rose“